Freitag, 07.04.2006


16.00 – 17.00 Uhr

Geschichte und Struktur des FJT für Neueinsteigerinnen – betrachtet im Kontext der deutschen Frauenbewegung

Friederike Wapler, Juristin, Hannover

Prof. Dr. Sibylla Flügge, FH Frankfurt/M

 

 17.00 Uhr  

 Abendessen

 

 18.30 Uhr

 Senatsempfang im Bremer Rathaus:

Empfang (Dr. Arnold Knigge, Vertreter des Senats)

Begrüßung (Sabine Heinke, "Frauen streiten für ihr Recht e.V.")

Sektempfang

Eröffnungsvortrag:

Wir sind Kanzlerin! Von der Familienpolitik zur Frauenpolitik und zurück …

 PD Dr. Sabine Berghahn
Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin

 

 Samstag, 08.04.2006

 
9.00 – 10.30 Uhr : AG-Block I

 
Fortschritte im Flüchtlingsrecht? Gender Guidelines und geschlechtsspezifische Verfolgung

Auf Aufforderung des UNHCR 1993 erließen vor allem angloamerikanische Staaten Gender Guidelines für  die Flüchtlingsanerkennung. Wie essentialisierend und wie kulturalistisch sind diese? Geht es auch besser? Wie haben die EG-Qualifikationsrichtlinie und das Zuwanderungsgesetz die Rechtslage zur geschlechtsspezifischen Verfolgung verändert? Und (wie) lassen sich bei der anwaltlichen Argumentation Verkürzungen vermeiden?
Die Debatte soll vor einem vergleichenden Hintergrund theoretische und strategische Fragen beleuchten und ist für verschiedene Wissensstände geeignet.

 Nora Markard, M.A., Wiss. Mitarbeiterin, Humboldt-Univ. Berlin

 

 Die Vertretung von Verletzten im Sexualstrafverfahren

 Die Arbeitsgemeinschaft richtet sich insbesondere an Berufsanfängerinnen und Studentinnen.
Vom Umgang mit den oft traumatisierten Mandantinnen über die verschiedenen Stufen der Beteiligungsmöglichkeiten im Verfahren (Zeugenbeistand, Nebenklage etc.) und hiermit verbundene Strategien bis hin zu gebührenrechtlichen Fragestellungen wird ein Einblick in diesen Arbeitsbereich gegeben. Darüber hinaus ist genügend Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch.

Martina Lörsch, Rechtsanwältin, Bonn

 

 Ehegattenunterhalt als Gleichstellungshindernis – Das männliche Ernährermodell im deutschen Recht

 Das deutsche Geschlechter- und Sozialstaatsmodell ist wegen seiner besonders ausgeprägten Orientierung an der Ehe und an den privilegierten Statusformen des männlichen Normalarbeitnehmerdaseins, welches eng mit seiner Stellung als Familienernährer verknüpft ist ein Hindernis für die individuelle Existenzsicherung von Frauen. Trotz gestiegener Erwerbsbeteiligung von Frauen dient deren Einkommen vielfach nur als “Zuverdienst“ zum Familieneinkommen. Eine Vielzahl rechtlicher Institute steuern in Richtung einer traditionellen Arbeitsteilung in der „modernisierten“ Form - Ernährer + Zuverdienerin: das Ehegattensplitting, die Ehegattensubsidiarität im Sozialrecht und Privilegierung des Familienernährers im Arbeitsrecht.  Die aktuelle Diskussion über die Reform des nachehelichen Unterhalts ist nur ein Symptom eines grundsätzlichen Problems: Ist das Konzept der vorrangigen Versorgung durch den (Ehe)partner mit Vorstellungen von Gleichberechtigung der Geschlechter (noch) zu vereinbaren? Im Panel soll über diese These diskutiert und Überlegungen zu Reformmöglichkeiten angestellt werden.

Der Beitrag ist hervorgegangen aus dem Forschungsprojekt „Ernährermodell“, das von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert und von Juni 2004 bis Mai 2006 am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin unter Leitung von PD Dr. Sabine Berghahn durchgeführt wird (www.fu-berlin.de/ernaehrermodell).

 PD Dr. Sabine Berghahn, Freie Univ. Berlin

 

 Diskriminierungsschutz und Beschäftigungspolitik
Neuere Entwicklungen im Arbeitsrecht

 Das Normalarbeitsverhältnis des deutschen Arbeitsrechts gerät von mehreren Seiten unter Druck – mit zwiespältigen Auswirkungen auf geschlechtshierarchische Strukturen der Arbeitsmärkte. Einerseits nimmt der verrechtlichte Schutz vor Diskriminierung zu, andererseits setzen Beschäftigungspolitiken zunehmend auf Flexibilisierung und individuelle Verantwortlichkeit für die eigene „Beschäftigungsfähigkeit“.

Wie verhalten sich diese beiden Entwicklungen zueinander? (Wie) kann das Antidiskriminierungsrecht der erneuten Marginalisierung der weiblichen Erwerbstätigkeit entgegen wirken?

 PD Dr. Eva Kocher, Hamburg/Berlin

 

Personenstandsrecht, sexuelle Identität und Menschenrechte: Immanente Widersprüche im Recht

Das Zusammenwirken des Verbots der Diskriminierung wegen des Geschlechts mit anderen Menschenrechten hat die Heteronormativität grundsätzlich auch im Recht in Frage gestellt. Die volle Anerkennung geschlechtlicher Identitäten ist jedoch immer noch lückenhaft und widersprüchlich. Dies soll am Beispiel jüngerer innerstaatlicher und internationaler Judikatur zu Transgender und Intersex vorgestellt und unter Berücksichtigung feministischer Frauen- und Geschlechterforschung zur gesellschaftlichen und kulturellen Konstruktion von Geschlecht diskutiert werden. Dem Personenstandsrecht kommt hierbei besondere Bedeutung zu.

 Dr. Konstanze Plett, LL.M., Hochschuldozentin, Univ. Bremen

 

 Von der Existenzgründung zur Existenzsicherung  

 Die Arbeitsgemeinschaft richtet sich an Berufseinsteigerinnen und Kolleginnen, die eine selbständige Tätigkeit als Anwältin planen. Es wird ein Weg aufgezeigt, über die Idee hin zur Entwicklung eines Konzepts mit Businessplan, Standortanalyse, notwendige Spezialisierungen, Investitionsumfang, Akquise, Marketing bis hin zur Büroausstattung. Im zweiten Teil diskutieren wir aus der Sicht einer langjährigen Arbeitspraxis, wie Frau sich an sich ändernde Marktsituationen, beispielsweise die Reduzierung von Asylverfahren, anpassen kann.

 Waltraud Verleih, Rechtsanwältin, Frankfurt a.M.

Ina Feige, Rechtsanwältin und Mediatorin, Leipzig

 

 11.00 – 12.30 Uhr: AG-Block II

 
Das neue Aufenthaltsrecht
Eigenständiges Aufenthaltsrecht für misshandelte Ehefrauen?

 Zunächst geht es um die Neuerungen durch das Zuwanderungsgesetz, dessen wichtigste Regelungen werden erläutert und ein Überblick über die Änderungen und deren Systematik gegeben. Auf dieser Grundlage ist kritisch zu hinterfragen, wie das neue Aufenthaltsrecht in der Praxis wirkt. Dabei sollen Erfahrungen aus der Praxis der Ausländerbehörden, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet, wiedergegeben werden.

Ein spezifisches Problem bildet das Aufenthaltsrecht der Ehepartner/innen. Beim sog. Ehegattennachzug besteht kein eigenständiges, sondern nur ein vom Status des bereits in Deutschland lebenden Partners abhängiges Aufenthaltsrecht. Ein eigenständiges Aufenthaltsrecht kann frühestens nach zwei Jahren rechtmäßigen Bestehens der ehelichen Lebensgemeinschaft in Deutschland erworben werden. Was aber, wenn bsw. die nachgezogene Ehefrau weit vor Ablauf der Zweijahresfrist von ihrem Mann misshandelt wird? Sie wird kaum die Polizei oder sonstige staatliche Stellen um Hilfe bitten, wenn ihr dann die Ausweisung droht.

In § 19 AuslG aF und nun § 31 AufenthG gibt es eine Härtefallklausel, wonach unter bestimmten Umständen auch vor Ablauf der Zweijahresfrist ein eigenständiges Aufenthaltsrecht gewährt werden kann, dies insbesondere, wenn ein Festhalten an der ehelichen Lebensgemeinschaft unzumutbar ist. Die Regelungen nach altem und neuem Recht sollen erläutert und verglichen werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Rechtsprechung sowie den Schwierigkeiten in der anwaltlichen und behördlichen Praxis liegen.

 Doritt Komitowski, Rechtsanwältin, Hanau

 

Behinderte Frauen in der neuen Menschenrechtskonvention

 Seit 2002 wird im Hauptquartier der Vereinten Nationen an einer neuen Menschenrechtskonvention gearbeitet, deren Verabschiedung für 2007 erwartet wird. Es wird die achte Menschenrechtskonvention der VN sein und die erste, die im neuen Jahrtausend verabschiedet werden wird. Im ersten Entwurf war die explizite Aufnahme behinderter Frauen nicht vorgesehen. Nun wird darüber verhandelt und viele der aktuellen Probleme bezüglich Frauen und Menschenrechte spiegeln sich in dieser Diskussion wider. Die Referentin ist als Beraterin der Bundesregierung im Prozess involviert.

 Prof. Dr. Theresia Degener, evang. FH Bochum

 

 Stalking

 Stalking beschreibt die Angst auslösende wiederholte Belästigung und Verfolgung durch eine andere Person. Für eine erfolgreiche Intervention ist ein hohes Maß an Wissen um die Hintergründe und potenziellen Interventionsmöglichkeiten erforderlich. In der Veranstaltung sollen Hintergründe skizziert und rechtliche Interventionsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Im Rahmen der Diskussion soll die Begrenzung und das Potential der rechtlichen Möglichkeiten erörtert werden.

 Katja Habermann, Rechtsanwältin, Hamburg 

  

Queer und feministische Theorien: spannungsvolle Verhältnisse

 Queer Theorien haben (immer noch) Hochkonjunktur. Das Anliegen des Vortrags besteht darin, sie von ihrer Entstehung her darzustellen: als kritische Interventionen in etablierte Diskurse. Davon waren und sind auch feministische Theorien betroffen, die von Queer Theorien auf ihre nicht thematisierten Voraussetzungen hin befragt wurden: etwa das Vertrauen traditioneller feministischer Theorien auf ein kohärentes Subjekt „Frau“, mit dem diverse Ausschlüsse oder zumindest Kurzsichtigkeiten verbunden waren. Kritisiert wurden insbesondere das Festhalten feministischer Theorien an der Zweigeschlechtlichkeit und die (damit einhergehende) normative Heterosexualität.

Allgemein wird das Werk von Judith Butler als Ausgangspunkt solcher Queer Interventionen angesehen. Die Auseinandersetzung mit ihren Thesen ist daher wichtiges Element des Vortrags. Ob und inwieweit Butler mit ihrer Kritik an feministischen Theorien recht hatte, wird in Auseinandersetzung mit einigen bedeutenden feministischen Theoretikerinnen analysiert. Der Schwerpunkt liegt auf Autorinnen wie Catharine MacKinnon, die im Bereich feministischer Rechtswissenschaft tätig sind. Abschließend wird die Frage gestellt, in welcher Weise die spannungsvollen Verhältnisse zwischen Queer und feministischen Theorien produktiv sein können.

 Dr. Elisabeth Holzleithner, Univ. Wien

 

Das Prostitutionsgesetz im Praxistest

 "Abschaffung der Sittenwidrigkeit von Prostitution", "Legalisierung des ältesten Gewerbes der Welt", "Ende der Doppelmoral" – all das und noch viel mehr versprach das neue Prostitutionsgesetz.
Welche praktischen Auswirkungen des Gesetzes lassen sich nach vier Jahren feststellen und welche Umstände verhindern eine breite Umsetzung?

 Silke Studzinsky, Rechtsanwältin, Berlin

 

Ich diskriminiere Niemanden ... oder doch?
Workshop zur Reflexion eigenen diskriminierenden Verhaltens

 Beleidigungen, Mobbing, sexuelle Belästigung oder die Verweigerung von Verträgen sind als Diskriminierung klar erkennbar und stellen für die meisten von uns keine Option dar.

Aber reicht eine emanzipative Grundeinstellung aus, um auch weniger offensichtliche Formen von Diskriminierung auszuschließen? Denn gerade im Alltag ist unser Wahrnehmen und Handeln von Vorurteilen, Stereotypen und klischeehaften Mustern durchzogen, die sich in Witzen, Anspielungen, abwertenden Kommentaren und benachteiligenden Praktiken äußern. Sie führen zu Ausschlüssen, zu Ablehnung oder zu Missachtung von Menschen – zu Diskriminierung.

Der Workshop soll helfen, gerade subtilere Formen und Mechanismen von Diskriminierung bei sich und anderen zu erkennen und zu reflektieren. Gemeinsam sollen Handlungs- und Umdenkstrategien diskutiert werden, um einen Veränderungsprozess für ein diskriminierungsfreies Umfeld anzustoßen.

 Anne Kobes, Rechtsanwältin und Mediatorin, Leipzig

Doris Liebscher, Assessorin, Antidiskriminierungsbüro Leipzig

 

 Fahrlässige Vergewaltigung: Strafbarkeit nach norwegischem Recht

 In Norwegen pönalisierte man im Jahre 2000 die grob fahrlässige Vergewaltigung. Nach norwegischem Recht ist dies keine Frage des subjektiven Tatbestandes, sondern der Schuld. Die Schuldanforderung wurde von Vorsatz zu grober Fahrlässigkeit herabgesenkt. Die Gesetzesänderung führt u.a. zu der Möglichkeit der Bestrafung eines Täters, der nicht verstanden hat (oder dies behauptet), dass das Opfer sich den sexuellen Handlungen widersetzte, wenn nachweisbar ist, dass der Täter hätte verstehen müssen, dass die Handlungen gegen den Willen des Opfers erfolgten. Der Vortrag handelt die unterschiedlichen Handlungsaspekte ab, denen gegenüber sich ein Täter grob fahrlässig verhalten kann, welche Zwecke die Gesetzesänderung berücksichtigen soll und wie die Änderung in der Praxis bislang angewendet worden ist.

 Silje Stenvaag, Juristin, Oslo

 

 12.30 – 14.00 Uhr

 Mittagessen

 

 14.00 – 16.30 Uhr: Foren

 
Mediation

 In die­sem Fo­rum wer­den uns vor al­lem zwei Themenbereiche be­schäf­ti­gen:

1. Ist Me­dia­ti­on ein Ver­fah­ren, das wir im Fa­mi­lien­kon­flikt oh­ne wenn und aber Frau­en emp­feh­len kön­nen? Oder birgt die Be­vor­zu­gung nicht­förm­li­cher Kon­flikt­lö­sungs­stra­te­gien und der Ver­zicht auf ge­richt­li­che Ent­schei­dun­gen ge­ra­de im Fa­mi­lien­kon­text nicht auch Risiken für Frau­en – und wenn ja, wel­che?

2. Wem nützt ei­gent­lich die Aus­bil­dung so vie­ler Me­dia­to­rin­nen in Familienmediation? Gibt es für sie ei­nen Markt? Vielleicht auch im Bereich der Wirtschaftsmediation? Oder bilden sich vie­le Kol­le­gin­nen am Be­darf vor­bei wei­ter?

 Anne-Marie Barone , Vormundschaftsrichterin, Genf/Schweiz

Ursula Kudjoe, Diplom- Psychologin und Mediatorin, Freiburg

Prof. Dr. Andrea Budde, Alice-Salomon-FH, Berlin

Susanne Pötz-Neuburger, Fachanwältin für FamR und Mediatorin, Hamburg

Moderation: Ina Feige, Rechtsanwältin und Mediatorin, Leipzig

 

 Umbau und Abbau des Sozialstaates – zu wessen Lasten?

 Der Sozialstaat wird gewandelt. Was die Politik als Umbau anpreist, wird von den Bürger/innen vielfach eher als Abbau empfunden. Einigkeit scheint nur darin zu bestehen, dass tief greifende Änderungen unerlässlich sind. Aus feministischer Perspektive war das Verhältnis zum Staat stets ambivalent. Der Staat wurde als patriarchales System kritisiert und abgelehnt, andererseits – gerade in seiner Eigenschaft als Sozialstaat – als Chance begriffen, Ressourcen und Einflussmöglichkeiten gerechter zu verteilen. Zu wessen Lasten geht nun der Wandel des Sozialstaates? Wer sind die Gewinner/innen und wer die Verlierer/innen der umstrittenen Reformen? Welche Veränderungen stehen noch (dringend) aus? 

 Frauke Meyer, Sozialrechtsanwältin, Bremen

Katja Barloschky, Geschäftsführerin Bremer Arbeit GmbH, Bremen

Dr. Christine Fuchsloch, Sozialgericht Berlin (angefragt)

Moderation: Monica Kotte, Vorstand der BAG Berufliche Perspektiven, Bremen

 

Coaching für Berufseinsteigerinnen in Unternehmen (Workshop)

 Der Workshop richtet sich schwerpunktmäßig an Studentinnen, Referendarinnen und Kolleginnen in der Phase eigener Karriereplanung, die ihre berufliche Zukunft in einem Unternehmen sehen. Inhaltlich werden die Themen von Auswahlverfahren, Bewerbung bis Vorstellungsgespräch, Eigenpräsentation und Zusage des Arbeitsvertrages reichen.

 Ass. jur. Carolin Schnabel, Commerzbank AG, Frankfurt aM

  

Frauenbremse: bewusst strategisch vorgehen – hier wird sie gelöst (Strategieseminar)

 Alles richtig gemacht und doch nichts ans Ziel gekommen? Reflexartig suchen Frauen nach persönlichen Ursachen. Dies ist nicht der Fokus: Der systematische Blick wird auf die Struktur, auf die Regeln, auf die Spiele und auf die Spielenden gerichtet.

Mit den theoretischen Überlegungen, die Michel Crozier entwickelt hat, erhalten wir ein Instrument in die Hand, das es uns auch praktisch erlaubt, die vielfältigen Strategien der Mitspielenden zu durchschauen, zu interpretieren oder zu verstehen. Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit, eigene Situationen einzubringen und gedanklich auszutesten, welche/s Spiel/e im Gang sind, welche neuen und anderen Handlungsmöglichkeiten offen stehen und mit welchen Strategien sie sich anfreunden oder welchen sie sich bewusst verschließen wollen.

Als Frauen bewusst und virtuos mit Strategien umgehen, ist ein Gewinn an Souveränität.

 Zita Küng, Juristin, Consultant/Coach, Zürich

 

 17.00-18.00 Uhr: Zwischenplenum

 The feminist fishbowl

Das Politische ist das Private: die Kinderfrage

 Input: Susanne Pötz-Neuburger, Ina Feige, Benedicte Stenvaag, Andrea Budde, Astrid Springer + zwei leere Stühle

 

 ab 18.00 Uhr: Sport und Spiel

 Feminist Soccer: Fußball für alle, die Lust haben

ab 18.30 Uhr: Energiedance für alle, die Lust haben

 – entsprechende Klamotten nicht vergessen! –

 

 ab 20.00 Uhr: Buffet und Disco

 Bürgerhaus Weserterrassen, Am Osterdeich

 

 
Sonntag, 09.04.2006

 
10.00-11.00 Uhr: Austausch-AGs, Mentoring und 40 Jahre Frauen in der Justiz

 Die Austausch-AGs finde in diesem Jahr mit etwas veränderter Konzeption statt: Sie richten sich nicht nur an Praktikerinnen, die Erfahrungen austauschen wollen, sondern auch an Frauen in der Ausbildung, die sich für das jeweilige Tätigkeitsfeld interessieren. Zur Einführung werden die einzelnen Berufsbilder durch Frauen, die in den jeweiligen Bereichen tätig sind, kurz vorgestellt.

 
Juristinnen in Kanzleien und Unternehmen

Benedicte Stenvaag, Essen

 
Juristinnen in Justizdienst und Verwaltung

Ina Feige, Leipzig

 
Juristinnen in der Wissenschaft

Ulrike Lembke, Greifswald

 

40 Jahre Frauen in der Justiz – Arbeitskreis mit „Originalton“

 In diesem der informativen Unterhaltung dienenden Arbeitskreis wird die Hörfunk-Journalistin und Volljuristin Astrid Springer der Frage nachgehen: „Haben Frauen in den letzten 40 Jahren die Justiz verändert? Und wenn ja: wie?“

Im „O-Ton“ zu Wort kommen, moderiert von der AK-Leiterin, neben der „Mutter des Grundgesetzes“, Elisabeth Selbert (gestorben 1986), prominente und erfolgreiche Frauen wie Jutta Limbach, Lore Maria Peschel-Gutzeit und Karin Schubert (amtierende Justizsenatorin in Berlin) – alle drei u.a. mit Berufserfahrung als Justizsenatorinnen beziehungsweise Justizministerinnen. Mit mancher Anekdote werden sie Auskunft geben über ihren Weg in Spitzen-Positionen der Justiz und was sie dort und auf welche Weise beeinflussen und verändern konnten.

 Astrid Springer arbeitet als freie Hörfunk-Journalistin für die ARD (vor allem NDR und SWR). Für ihre Arbeit erhielt sie 1991 den Caritas-Journalistenpreis, 1993 den Elisabeth-Selbert-Preis und 1997 den Pressepreis des Deutschen Anwaltvereins.

 

 11.15-14.30 Uhr

 Abschlussplenum

Beim Abschlussplenum wird kurz aus den AGs und Foren berichtet. Vorher angekündigte Resolutionen werden diskutiert und ggf. beschlossen. Die Vorbereitungsgruppe für den nächsten FJT wird gekürt.

 

Gefördert durch das BMFSFJ.